| Fossile Energieträger (Stand: 2004) Unsere moderne Wohlstandswelt würde ohne ein hohes
Maß an Energieverbrauch nicht vorstellbar sein. In Mitteleuropa beziehen wir bisher diese
Energie zu etwa 90 Prozent noch durch die Verwertung von fossilen Energieträgern. Zu
diesen fossilen Energieträgern rechnen wir Erdöl, Erdgas, Steinkohle, Braunkohle und in
begrenzten Umfang auch Torf. Diese fossilen Energieträger sind jedoch endlich und nicht
erneuerbar. So ist absehbar, wann die Lagerstätten zur Neige gehen werden. Bei den
Erdölreserven geht man von etwa 44 Jahren, bei Erdgas von etwa 68 Jahren, bei Steinkohle
von etwa 150 Jahren und bei Braunkohle von etwa 60 Jahren aus.
Kernenergie
Ein weiterer zur Zeit noch genutzter Energieträger ist die
Kernenergie. Wegen der mit dieser Energieart verbundenen Risiken und Gefahren, ist wie
allgemein bekannt sein dürfte, ein Ausstieg aus der Kernenergie geplant. Dieser Ausstieg
ist nicht genau nach Jahren bemessen, sondern nach einer Restlaufzeit. Eine Vorschrift
besagt, wie viel Milliarden Kilowattstunden noch erzeugt werden dürfen, ehe ein KKW vom
Netz getrennt wird. Nach Schätzungen müsste demnach das letzte Kernkraftwerk etwa in den
Jahren zwischen 2021 und 2025 stillgelegt werden.
Alternative
Energieerzeugung
Erneuerbare Energien decken bereits heute etwa 10 Prozent des deutschen
Strombedarfes ab und sind weiterhin auf dem Vormarsch. Erneuerbare sind, wie es der Name
schon zum Ausdruck bringt, nachwachsende oder sich selbst regenerierende
Energielieferanten. Zu diesen regenerativen Energien zählen die Solarenergie,
Windenergie, Wasserkraft, Gezeitenenergie, und nicht zuletzt die Nutzung von
Umgebungswärme und Erdwärme, sowie die Energiegewinnung aus Biomasse.
In Deutschland liefern Windräder inzwischen mehr Energie, als vergleichsweise aus
Wasserkraftanlagen gewonnen wird. Auch ist Deutschland Weltmeister beim errichten von
Fotovoltaik Anlagen und hat 2004 Japan überholt.
Solaranlangen im privaten
Wohnungsbau
Bei Solaranlagen unterscheidet man zwei Arten der Energiegewinnung. Zum
einen Anlagen zur Stromerzeugung, wozu die Fotovoltaik Anlagen zählen, und zum anderen
zählen hierzu Anlagen zur Wärmegewinnung.
Solaranlagen dürften langfristig auch eine Alternative vor allen beim
Bau von Niedrigenergiehäusern und noch mehr bei Passivhäusern sein. Doch auch beim
sanieren von Altbausubstanzen und Heizungssystemen sind Anlagen zur Wärmegewinnung
durchaus einen Gedanken wert.
Solaranlagen zur Wärmegewinnung beruhen auf dem Prinzip, das die Wärmeenergie der
Sonnenstrahlung in gespeichert wird und für die Warmwasserbereitung und Heizung eines
Gebäudes genutzt werden kann. Gute Sonnenkollegtoren liefern dabei bereits über 500 KWh
pro Quadratmeter und Jahr.
Mehr zum Thema: Erneuerbare,
regenerative und alternative Energien
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